Sichere Feuerwehr

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Planung von Neu- und Umbauten

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Allgemeines

Planungshilfen für die Errichtung und den sicheren Betrieb von Feuerwehrhäusern

Der zeitgemäße Arbeits- und Gesundheitsschutz muss auch in den kommunalen Feuerwehrhäusern darauf ausgerichtet sein, Gefährdungen durch z. B. zu kleine Stellplatzgrößen, mangelhafte Verkehrswege, schlechte Beleuchtung oder nicht rutschfeste Fußböden dauerhaft zu minimieren. Wenn in bestehenden Feuerwehrhäusern aufgrund fehlender oder nicht baulich getrennter Umkleideräume Einsatzkräfte im Alarmierungsfall um die Großfahrzeuge herumlaufen oder sich gar hinter oder neben ihnen ankleiden müssen, bestehen i. d. R. konkrete Verletzungsgefahren, die durch die Gemeinde abgestellt werden müssen, denn die Feuerwehren in NRW sind Bestandteil der Gemeindeverwaltung (Pflichtaufgabe nach § 3 Gemeindeordnung NRW in Verbindung mit § 3 Brandschutz-, Hilfeleistungs-, Katastrophenschutzgesetz Nordrhein-Westfalen – BHKG). Aus diesem Grund zählen auch Feuerwehrhäuser zu den baulichen Anlagen der Gemeindeverwaltungen. Feuerwehrhäuser unterscheiden sich bzgl. der baulichen Anforderungen aufgrund der speziellen Betriebsart deutlich von anderen kommunalen Gebäuden.

Nach der Alarmierung und Anfahrt zu den Feuerwehrhäusern rücken die Feuerwehren zu den Einsatzorten zum Brand- oder Hilfeleistungseinsatz aus. Anders als bei den Berufsfeuerwehren und bei mit hauptamtlichem Personal besetzten Feuerwachen müssen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte erst vom Arbeitsplatz oder von der Privatwohnung aus das Feuerwehrhaus anfahren, denn in den Feuerwehrhäusern werden die Großfahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände, persönliche Schutzausrüstungen, Umkleideräume und, falls erforderlich, Atemschutzwerkstätten usw. bereitgehalten. Weiterhin werden in den Schulungsräumen Dienstabende zur Schulung der Einsatzkräfte durchgeführt.