Ehrenamtliche in der FlĂŒchtlingshilfe 🔈
FW

Ehrenamtliche in der FlĂŒchtlingshilfe 🔈

Audioversion abspielen:

Wer ehrenamtlich geflĂŒchteten Menschen helfen will, sollte sich dafĂŒr am besten bei seiner Kommune oder einer lokalen Organisation melden. Denn nur bei EinsĂ€tzen im Auftrag der Kommune oder einer Organisation  ist der Versicherungsschutz durch die gesetzliche Unfallversicherung gegeben. Im Fall eines Unfalls erhalten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer dann Leistungen nach dem SGB VII. Darauf weisen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hin. 

Die Kommune kann die  Aufgaben aber auch an private Organisationen (zum Beispiel Vereine)  ĂŒbertragen, die sich ehrenamtlich in der FlĂŒchtlingshilfe engagieren.  Deren Mitglieder sind dann ebenfalls bei ihrer ehrenamtlichen TĂ€tigkeit  gesetzlich unfallversichert. Die Beauftragung muss nicht  notwendigerweise schriftlich erfolgen. Das Anlegen einer Liste der  ehrenamtlich TĂ€tigen macht im Falle eines Unfalls allerdings die  Bearbeitung durch den zustĂ€ndigen UnfallversicherungstrĂ€ger  (Unfallkasse) leichter.

Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf  die ehrenamtliche TĂ€tigkeit selbst, aber auch den Weg dorthin und von  dort zurĂŒck nach Hause. Bei einem Unfall ĂŒbernimmt die gesetzliche  Unfallversicherung die Kosten fĂŒr die Heilbehandlung und Rehabilitation  und zahlt gegebenenfalls auch eine Rente. Zu melden sind UnfĂ€lle der  Kommune, die diese Meldung dann an die Unfallkasse weiterleitet.

Unversichert  bleiben AktivitĂ€ten, die Privatleute ohne Auftrag der Kommune in  Eigenregie mit den FlĂŒchtlingen durchfĂŒhren, das können zum Beispiel  private AusflĂŒge, sportliche AktivitĂ€ten oder Einladungen sein. FĂŒr  UnfĂ€lle in der PrivatsphĂ€re ergibt sich die ZustĂ€ndigkeit der jeweiligen  privaten oder gesetzlichen Krankenkasse.



Stand: 10/2023
Webcode: w338