Sichere Feuerwehr

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Dieselmotoremissionen

01 | Informationen

In einem Feuerwehrhaus muss gewährleistet sein, dass Feuerwehrangehörige nicht durch Dieselmotoremissionen gefährdet werden.

Bei Alarm werden durch die infolge von Stress und Eile erhöhte Atemfrequenz neben mehr Sauerstoff auch mehr Schadstoffe eingeatmet, die sich in der Atemluft befinden. Das bedeutet, dass in Feuerwehrhäusern, in denen Autoabgase, insbesondere Dieselruß und Stickoxide, nicht abgeführt werden, Feuerwehran­gehörige besonders stark exponiert sind.

Fahrzeuge mit Dieselmotoren setzen beim Betrieb Dieselmotoremissionen frei, die eine kanzerogene Wirkung haben. Dieselmotoremissio­nen, die insbesondere beim Starten und Aus- bzw. Einfahren entstehen, sind so abzuführen, dass keine Personen durch sie gefährdet werden.

Dieselmotoremissionen sind grundsätzlich am Abgasaustritt zu erfassen. Aufgesteckte Dieselpartikelfilter sind für Feuerwehren eher ungeeignet, weil sie nach der Ausfahrt abgenommen werden müssten, sie nur für einen zeitlich be­grenzten Einsatz geeignet sind und andererseits das Zurück­halten der giftigen Stickoxide durch Partikelfilter nicht erfolgt.

Abgasabsaugungen müssen mit Unterdruck arbeiten und so gestaltet sein, dass sie die Abgase an der Austrittsstelle mög­lichst vollständig erfassen und so abführen, dass sie nicht in die Fahrzeughalle gelangen. Die Installation einer zentralen Druckluftversorgung für Fahr­zeuge verhindert nicht das Austreten von Dieselmotoremissionen. Lediglich die Standlaufzeit der Fahrzeuge wird dadurch verkürzt. Insofern ist diese Maßnahme primär unter einsatztaktischen Aspekten (verkürzte Ausrückzeiten) zu sehen. Eine Kontamination der Halle mit Dieselmotoremissionen wird dadurch nicht signifikant verringert.

Die Schläuche von Abgasabsauganlagen müssen

  • so verlegt werden, dass keine Stolpergefahren entstehen, z. B. durch Zuführung von der Hallendecke her.
  • für die maximal mögliche Temperatur ausgelegt sein. Metallschläuche müssen mit Handgriffen ausgerüstet sein, von denen keine Verbrennungsgefahren ausgehen können.
  • strömungstechnisch so gestaltet sein, dass sich innen mög­lichst keine Dieselmotoremissionen ablagern können.